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Hiß, Hans Martin



Bürger und Richter, * 16.12.1704 Eichstetten, ~ 16.12.1704 Eichstetten, + 13.07.1781 Eichstetten
Der Geburtseintrag im Kirchenbuch lautet "Ao 1704, den 16ten 10bris wurde gebohren und getaufft Hans Martin Hiß, des Hanß Jerg Hißen und der Mariae Bockstahlerin sohn - Götte waren hanß Martin Schmidt, juvenis, Andreas Hornecker juvenis, und gevatterin Salome schmidin, Jerg schmids ledige Tochter." Das Leben des Hans Martin fällt in eine Zeit da das Reich hart bedrängt wurde, im Osten von den Türken, gegen die Prinz Eugen so ruhmreich kämpfte, im Westem von den Franzosen, die dem Reich ein Stück Boden nach dem anderen entrissen. Die Kaiserin stritt sich mit dem Preußenkönig Friedrich um die Zukunft Deutschlands. Kein Wunder, daß in den Eichstetter Wirtsstuben eifrig politisiert wurde. Im "Rößle" aber legten sie Karten und Würfelbecher beiseite, wenn der Jergjobek, eben aus dem 7jährigen Krieg heimgekehrt, seine fragwürdigen Heldentaten zum Besten gab. Er war mit der Reichsarmee, von bösen Zungen "Reißausarmee" genannt, gegen die Preußen gezogen. Aber bei Roßbach ging es schief. Noch jetzt fuhr dem Jergjobek der Schreck in die Glieder, wenn er an die preußischen Husaren dachte. Die Eichstetter aber konnten froh sein, daß sie diesmal weit ab vom Schuß waren. Das Dorf hatte mehrere Jahrzehnte Ruhe, abgesehen von kurzen Einquartierungen. Die Schäden der früheren Kriege waren beseitigt, das Rathaus schön aufgebaut, ein neues Pfarrhaus wurde eingeweiht und im Oberdorf anstelle der verfallenen St.Jakobskapelle ein Schulhaus errichtet. Der Viehbestand wuchs, Rebstücke wurden neu angelegt und bis ins "Bitzi" und "Käferholz" vorgetrieben. So war das Leben unseres Hans Martin weniger durch Kriegswirren verbittert als das seiner Vorfahren. Als Gerichtsmann hatte er nicht allzuviel zu tun. Unter dem vom Markgrafen eingesetzten Oberschultheiß und dem Vogt tagte er gelegentlich mit den anderen Gerichtsmännern im Amtshof oder auf dem Rathaus, wo sie die Streitigkeiten im Dorf schlichteten, Geldstrafen verhängten, vielleicht auch einen einmal ins "Hiesli" sperrten. Für schwere Vergehen war die Landvogtei zu Emmendingen zuständig.
Verheiratet war Hans Martin mit Anna Maria Weißhaar. Der Kircheneintrag lautet "Getraut den 20ten May 1727 nach vorhergegangener 2mahliger Proclamation als am Dienstag Martin Hiß, Jerg Hissen, Burgers und Metzgers dahier ehel.lediger Sohn, mit Anna Maria, weyl.Jakob Weißhaaren, gewesenen Burgerl.Inwohners dahier, ehel.ledige Tochter". Sie starb am 23.April 1788 im Alter von 85 Jahren, sieben Jahre nach ihrem Hans Martin, der 77 Jahre alt wurde. [Q: Sippenbuch Hiß von Dr.Albert Hiß, 1961, S.31/32]
Der Geburtseintrag im Kirchenbuch lautet "Ao 1704, den 16ten 10bris wurde gebohren und getaufft Hans Martin Hiß, des Hanß Jerg Hißen und der Mariae Bockstahlerin sohn - Götte waren hanß Martin Schmidt, juvenis, Andreas Hornecker juvenis, und gevatterin Salome schmidin, Jerg schmids ledige Tochter." Das Leben des Hans Martin fällt in eine Zeit da das Reich hart bedrängt wurde, im Osten von den Türken, gegen die Prinz Eugen so ruhmreich kämpfte, im Westem von den Franzosen, die dem Reich ein Stück Boden nach dem anderen entrissen. Die Kaiserin stritt sich mit dem Preußenkönig Friedrich um die Zukunft Deutschlands. Kein Wunder, daß in den Eichstetter Wirtsstuben eifrig politisiert wurde. Im "Rößle" aber legten sie Karten und Würfelbecher beiseite, wenn der Jergjobek, eben aus dem 7jährigen Krieg heimgekehrt, seine fragwürdigen Heldentaten zum Besten gab. Er war mit der Reichsarmee, von bösen Zungen "Reißausarmee" genannt, gegen die Preußen gezogen. Aber bei Roßbach ging es schief. Noch jetzt fuhr dem Jergjobek der Schreck in die Glieder, wenn er an die preußischen Husaren dachte. Die Eichstetter aber konnten froh sein, daß sie diesmal weit ab vom Schuß waren. Das Dorf hatte mehrere Jahrzehnte Ruhe, abgesehen von kurzen Einquartierungen. Die Schäden der früheren Kriege waren beseitigt, das Rathaus schön aufgebaut, ein neues Pfarrhaus wurde eingeweiht und im Oberdorf anstelle der verfallenen St.Jakobskapelle ein Schulhaus errichtet. Der Viehbestand wuchs, Rebstücke wurden neu angelegt und bis ins "Bitzi" und "Käferholz" vorgetrieben. So war das Leben unseres Hans Martin weniger durch Kriegswirren verbittert als das seiner Vorfahren. Als Gerichtsmann hatte er nicht allzuviel zu tun. Unter dem vom Markgrafen eingesetzten Oberschultheiß und dem Vogt tagte er gelegentlich mit den anderen Gerichtsmännern im Amtshof oder auf dem Rathaus, wo sie die Streitigkeiten im Dorf schlichteten, Geldstrafen verhängten, vielleicht auch einen einmal ins "Hiesli" sperrten. Für schwere Vergehen war die Landvogtei zu Emmendingen zuständig.
Verheiratet war Hans Martin mit Anna Maria Weißhaar. Der Kircheneintrag lautet "Getraut den 20ten May 1727 nach vorhergegangener 2mahliger Proclamation als am Dienstag Martin Hiß, Jerg Hissen, Burgers und Metzgers dahier ehel.lediger Sohn, mit Anna Maria, weyl.Jakob Weißhaaren, gewesenen Burgerl.Inwohners dahier, ehel.ledige Tochter". Sie starb am 23.April 1788 im Alter von 85 Jahren, sieben Jahre nach ihrem Hans Martin, der 77 Jahre alt wurde.

oo 20.05.1727 Eichstetten Anna Maria Weißhaar

Quellen: Sippenbuch Hiß
Sippenbuch Hiß
Sippenbuch Hiß
Sippenbuch Hiß

Vater:Johann Georg Hiß

Mutter:Maria Bockstahler

Geschwister:Tobias Hiß

Matthias Hiß

Michael Hiß

Salome Hiß

Jakob Hiß

Ursula Hiß

Kinder:Johann Jakob Hiß

Johann Georg Hiß

Anna Maria Hiß


Erstellt mit dem Programm AHNENBLATT (www.ahnenblatt.de).