[zurück zur Startseite]

Christina



* errechnet 1597, [] 28.09.1668 Großheppach
"Codicill.
Hannß Jetzlens Saÿlers, vnnd seiner Andern hauß Frawen Christina.
Vff heüt Dato denn. 23. ten Monatstag Septembris. Anno. 1666. Mittags Zwischen 11. vnnd. 12. vhren hat hannß Jetzlen Saÿler wie auch seiner haußFraw Christina, die Ehrsame vnnd nachgeachte Herrn Marten Ellwangern Schuldtheißen, Jacob Wagnern, Daniel Zieglern, Allt Jacob Rommel vnnd Georg Batzen, alle verordnete Thaÿl, vnnd Waisen=Richtern, wie auch Jacob Hamppen, Ihro Christino Zuegeordneter Kriegsvogt, Sodann Johann Dauid Blarern, Geschworenen Gerichtschreibers vnnd Schuelmaistern Zuo Ihnen inn Ihr wohnbehaußung allhier, Zwischen Hannß Bernhardt Lefflers, vnnd Johann Scherdingers Behaußung, erfordert, auß selbige un erschienen, haben soie ermelten Jetzlen, in seiner Wohnstuben, auff dem Lotterbett sitzendt, sie Christina aber in der Kammer, auff dem Bett ligendt, Zwar Kranckhes Leibß, aber guetten vnberürthen verstandts, angetroffen, welche Ihnen Zuerkhennen gegeben, wielen sie beede alttersrand Schwoeges [?] Leibß, auch nicht wissen wann der allerhöchste Gott über sie gebietten, vnnd nach seinem vätterlichen willen außer disem JamerThal absondern werde, Sie aber beÿ Ihrer verheürathung vor dreÿssig Jahren in wehrender höchsten Kriegs Confusion, vnd damahlig Graßirenden Sterbens lauffen kein he(...) pactum auffriechten könen auch im solch Ihrem werehden Ehestandt Ein Kindt, (welches auch Gott ergeben.) erzeügt. Damit nun nach Ihrem Tödtlichen hintritt, Zwischen dem hinderlasenen Erben, allerhandt stritt vnnd J(...)ung, verhinttert werden möchte, woher Ihr Endtlichen will vnnd meinung, allermasen hernach volgt.
Erstlich da ich begebe daß ir Christina, vor Ihrem haußwirtth diese Welt gesegnen sollde, so solle sie Ihren dreÿ Nechsten befreundten, von Ihren lieben Muotter Seel. herrührendt Jeden Zehen Guldin, also Dreÿßig Guldin ahn Paarem Geltt, oder so viehl Gerichtlicher Ahbimation [?] noch ahn Gelttß wehrt, Legirt vnnd verschafft haben
Fürs Ander, auch Ihrem Lieben Stieff=Enckhel, Joseph Jetzles Älttisten Kindt Magdalena, Zum angedeckhen, Zweintzig Guldin, ahn Geltt, oder Gelttß wehrt, so Ihme für anderen seinen noch hoffenden Geschwisterigten, heüt oder Morgen, Zur Zeit seiner verheurathung, allßrecht Ahnagueth zue einen freÿhen Ledigen verwiß, solle zuegestelt werden.
Drittens wolle sie Ihren Freundlichen Lieben Haußwürth Zue einem total Erben, ernandt, vnnd eingesetzt haben.
Hingegen aber (...) viertens sich nach Göttlichem willen ergeben sollte, daß Er Hannß Jetzlen, ihr haußwürth vor Ihro Christina Seelig verscheiden würde, solle ermelte Chritina, dann Sich vom Tag Ihres Leebens, inn der Behaußung haben, auch der Sohn Joseph Schuldigsein, mit Eßen vnnd trinckhen, wie auch Kleidern Nottürfftiglich Zuversorgen, vnnd im übrigen alle Kindtliche vnnd schuldige treü, vnnd gehorsamb Zueerweisen.
Jedoch alles mit disem vorgehallt, daß so Ihrem Gott dises Laagers wider auffhelffen soltte sie Ihrem außtrueckhenliech vorbehalten haben wollten, dises Ihr gemöcht vnnd Disopsition, Zur andern, Zue mindern, Zue mehren, Zum Theil: oder gar abzuthun.
Vnnd auß dises Ihr gemöcht, durch dann geschworenen Gerichtschreiber allso beschriben: vnnd beeden Eheleuthen widerumb deutlich vnnd verständtlich vorgelesen, vnnd darbeÿ erinnert worden, obsolches, in masen obstehet Ihr freÿher vngetrungener, vngezwungener vnnd ohnhinderficheter Wille vnd meinung haben sich solches mit Jar brandtworttet, auch zuegleich gebetten, wür wollten dises Ihres gemöchtes gezeügen sein, vnnd nicht vnsern Tauf: vnnd Zue Namen, auch bei truckhung vnserer gewohnlichen Pettschaffen [?] (...) welches dann geschehen, vff Jahr, Tag, vnnd stund, auch Orth, wie Eingangs vermeldet.
Schultheiß alda Martin Ellwanger
Jacob Wagner des Gerichts
Jacob Romel deß Gerichts
Daniel Ziegler, deß Gerichts.
Jerg Batz, des Gerichts
Gerichtschreiber Allda Johann Dauid Blarer." [Vermächtnisse und Heiratsverträge, Stadtarchiv Weinstadt 1/3, 206]

"Anhang.
Vff heut Dato denn. 10. Augusti Anno. 1668. hat abendts vmb. 5. vhren, Christina, Hannß Jetzlens seel: hinderlaßene Wüttib, nachbenandte Persohnen, allß Hannß Schillers, Amptsverwesers, Georg Hatzen, vnnd Hannß Eubern alle deß Gerichts, wie auch Ihren Gerichtlich Zugeordneten Kriegsvogt Jacob HamppenSodann den geschworenen Gerichtschreibern Johann Dauid Blarern, Inn Ihres Sohns Joseph Jetzlens, Wohnbehaußung erfordert vnnd Ihmen Zwar Schwachen vnnd Kranckhes Leibß, auff einem Bett legendt, aber gueten vnverrückhten verstandts, Zue erkennen gegeben nach deme sie Göttlichen Willen nach, Ihren Lieben HaußWürth Seel: überlebt, n. vorgehenden Testament nicht außttßckhenlich vermeldet wie es aigentlich nach Ihren Täcklichen hinteitt [?] stelle mit dero verlaßenschafft gehalten werden, allß wehre Ein: für allemahl, ihr entliche Bester, Freÿher, vngezwingenerm vngetrungener, vnhinderführter Will vnnd meinung, (...)len sie der Liebe Gott, mit einer Schmertzlichen vnnd seine langerührigen Kranckheit, heimbgesucht, auch nicht wissen köndte, wie lang selbige noch angalten. Kann oder wie sie Gott von dieser Welt abfordern werde, daß All Ihr, von Ihrem Lieben Hauß Würth seel: angefallene verlassenschafft ligendts, vnnd fahrendes, nichts (...)hat außgenommen, noch hindan gesetzt, es habe Namen wie es wolle, Ihrem Freundtlichen Lieben Sohn Joseph Jetzlen (: wegen erzeigten Kindtlicher Trew:) gäntzlich verblieben; vnnd aigenthumblich eingeraumbt werden solle. Jedoch weÿlen sie noch eine nahe Baasen, mit deren sie geschwisterigten Kindt, Zue Bittenfeld, Namens Margaretha, welche mit einem Glaser, mit Namen Hannß Bunckhen, verheürath, von derselben aber so erachten beÿ Ihren gesunden Tochtern, allß auch im Wehrender Kranckheit, wenig guetthat Empfangen, Wolle sie doch, auß keiner Schuldigkeit, sondern Zue bezeugung Ihrer Leib vnnd R(...), Ihro Zehen Guldin ahn Geltt oder Gelttswehrt, Legirt vnnd verschafft haben, damit sie gäntzlihen solle abgefertiget sein, vnnd weiters mit: oder ohne Recht, nichts mehr Zusuchen haben.
Sodann solle Ihr Sohn Joseph Jetzlen, der jetzigen Magdt Christina Stöckhen von Gronbach, welche Ihr inn Ihrer Langwührigen Kranckheit, so Tags so Nachts, beÿgesprungen vnnd mit heben vnnd legen, alles Leibß vnd güthes erzeigt, Zur bezeugung schuldiger Danckhbarkheit, nach Ihrem Tädtlichen hintritt, ahn Paarem geltt, hinauß Zue geben Schuldig sein Fienff Guldin, Welche allso Ihr Freundtliches bitten, disen Ihren Letzten Willen, auff das Papier zuebringen, vnnd dessen gezeugen zuesein, welches geschen, auff Jahr Tag, vnnd stund auch orth, wieh eingangs vermeldet.
Amtsverweser Hannß Spiller
Jeorg Batz deß Gerichts.
Hannß Eüber des Gerichts
Jacob Hampp allß Kriegs vogt,
Gerichtschreiber allda Johann Dauid Vlarern
Den 13. Aug: Anno. 1668. ist gegenwertiges Geschäfft, vor einem gantzen Gericht agbelesenm, vnnd für Pasoierlich erkhändt: auch in dieses deß Fleckhen Testamentbuchm einzuschreuiben befohlen worden,
Schuldthheiß, Martin Ellwanger
Hannß Jacob Leffler,
Jorg Leonhardt Herman
Jerg Kleinknecht, alle deß Gerichts." [Vermächtnisse und Heiratsverträge, Stadtarchiv Weinstadt 1/3, 206]
71J.

oo 10.01.1636 Großheppach Johannes Jetzle

Quellen: Totenbuch Großheppach



Erstellt mit dem Programm AHNENBLATT (www.ahnenblatt.de).