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Hiß, Georg Friedrich



Metzger, Rößlewirt u Posthalter, * 19.12.1825 Eichstetten, + 28.08.1894 Eichstetten
Georg Friedrich Hiß erblickte am 19.Jannuar 1825 das Licht der Welt. Er starb in Eichstetten am 28.August 1894. Der Eintrag im Kirchenbuch lautet "Den 19.Dezember 1825 morgens um 2 Uhr wurde geboren, und den 29.Dezember mittags getauft, Georg Friedrich Hiß, Sohn des Georg Friedrich Hiß, Bürger und Rößlewirts, und der Anna Katharina Brodbeck. Gevattern Joh.Jakob Eselsgroth, Matthias Enderlin, Martin Schumacher, Salome Danzeisen geb.Jöslin, Maria Katharina Bacherer, ledig, und Anna Maria Hiß ldig". Die Lebensjahre dieses Vorfahren fallen in das Jahrhundet, in dem eine neue Zeit anhebt. In die uralte bäuerliche Lebensordnung, die sich durch viele Geschlechterfolgen immer gleich geblieben war, brachen umwälzende Erfindungen, wie Eisenbahn und Fahrrad, Automobil und Flugzeug, Elektrizität und Motorisierung sind äußere Kennzeichen diese Umwälzung. Im dörflichen Leben wirkte sich diese Entwicklung zunächst nur langsam aus, und die Eichstetter waren schon froh, daß sie ihren Postwagen hatten. Unser Georg Friedrich, die Eichstetter nannten ihn den "Postwagengroßvater", versah die von seinem Großvater eingerichtete Posthalterei. Seine Postwagen fuhren täglich in die Amtsstadt Emmendingen, nach Hugstetten und Riegel an die Bahnhöfe und die Poststationen. Diese Fahrten waren kein reines Vergnügen, die Straßen schlecht, die Federung der Wagen ebenfalls, die Pferde alles andere als Pegasusse, und da die Wagen nur 6 bis 8 Fahrgäste faßten, mußte der Überschuß hoch oben auf dem Verdeck den Regen, den Wind und gar den Schnee über sich ergehen lassen. Mit der Postkutschenromantik war es also nicht weit her. (...Doch bald, als die Kaiserstuhlbahn eröffnet wurde, läuteten die Sterbeglöcklein für die Eichstetter Postkutsche, sein Sohn Friedrich Julius ließ zum letzten mal die Peitsche vom hohen Bock knallen.) Eine neue Zeit war angebrochen, und der Sattler Stuck brachte die erste Draisine nach Eichstetten.
Noch nicht 21 Jahre alt war Georg Friedrich, als er seine kaum siebzehnjährige Braut heimführte. Statt des kirchlichen Trauungsvermerks bringen wir, zum erstenmal, den Eintrag im weltlichen Standesamtsregister "Am 3.November 1846, 11 Uhr vormittags, wurde dahier in der evangelisch-protestantischen Gemeinde Eichstetten, nach eingeholter Staatserlaubnis, d.d. Emmendingen d. 8.Oktober 1846, nach zuweimaliger geschehener Proklamation (11. und 18.Oktober) und nach verlesen des I.C.V.Fit.Tag des badischen Landrechts, in der Kirche getraut Georg Friedrich Hiß, neuangehender Bürger und Metzgermeister, Sohn des ... mit Maria Katharina Bär, * 27.August 1829, Tochter des Christian Bär, hiesigen Bürgermeisters, und der Maria Katharina Schmidt. Nn der Trauzeugen Georg Jakob Bockstahler, Altbürgermeister und Friedrich Schmidt, Bürgermeister von Köndringen".
Die "Bär" waren Menschen von hohem Wuchs, eine Eigenschaft, die ebenso wie das schwarze Haar und die dunklen Augen der stattlichen Frau, auf viele Nachfahren vererbt hat.
Q:Sippenbuch Hiß von Dr.Albert Hiß, 1961, S.37/38

oo 03.11.1846 Eichstetten Maria Katharina Bär

Quellen: Handschriftlich vom Pfarrer in Eichstetten
Sippenbuch Hiß
Handschriftlich vom Pfarrer in Eichstetten

Vater:Georg Friedrich Hiß

Mutter:Anna Katharina Brodbeck

Geschwister:Jakob Martin Hiß

Jakob Friedrich Hiß

Wilhelm Hiß

Anna Katharina Hiß

Kinder:Karl Albert Hiß

Katharina Albertina Hiß

Maria Magdalena Hiß

Karoline Hiß

Bertha Katharina Hiß

Ida Hiß

Friedrich Julius Hiß

Karl Hiß

Mathilde Hiß


Erstellt mit dem Programm AHNENBLATT (www.ahnenblatt.de).