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Hiß, Johann Georg



Bürger u Bauer, * 18.02.1730 Eichstetten, + 26.05.1804 Eichstetten
Der Taufeintrag lautet "1730, den 18.Februar, getauft eodem Johann Georg, Eltern sind Martin Hiß und Anna Weißhaarin, Gevattern Martin Schmidt, Martin Enderlin, Catharina, Joh.Hugs frau, und Barbara, Joh.Georg Sonners fr."Nach einem Jahrhunder voller Wirrnisse und Kriegslärm stand auch für unseren Hansjerg nicht viel Gutes in den Sternen geschrieben. Zwar ließen sich seine Bubenjahre nicht gerade schlecht an. Das Dorf hatte längere Zeit der Ruhe und des Friedens hinter sich, und als im Jahre 1742 einige tuasen österreichische Reiter auf der Viehweide ihre Zelte aufschlugen, da war für die zwölfjährigen eine willkommene Gelegenheit, von der Dreisambrücke oder der Burg aus dem bunten Treiben der Fremden wenigstens aus der Ferne zuzusehen. Im Dorf freilich waren diese Gäste, die meist das Bezahlen vergaßen, weniger gern gesehen. Nichts war vor ihnen sicher. Aber etwas besser als die Panduren, die einige Zeit später im Dorf lagen, waren sie doch. Diese Gesellen mit ihren langen Schnauzbärten standem in bösem Verruf. Immerhin blieb Eichstetten auch diesmal vor dem Schlimmsten bewahrt, die Kriegsfurie tobte sich in Schlesien aus, wo sich die Heere des Preußenkönigs mit denen der Kaiserin Maria Theresia herumschlugen. Aber gegen Ende des Jahrhunderts kamen schlimme Nachrichten aus dem benachbarten Frankreich. Dort wüteten die Rvolutionsmänner, und aus Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit erwuchsen zwei Jahrzehnte voller Kriege, unter denen auch Eichstetten viel zu leiden hatte. Kaiserliche Truppen kamen auf dem Marsch nach Frankreich ins Dorf, ungute Freunde, sie es nicht viel besser trieben als Feinde. Vier Jahre später lagen Teile des Emigrantenheeres im Dorf, Franzosen von der Truppe des vertriebenen Prinzen Condé, die weniger ans Kriegführen als an Mißhandlung von Männern und Frauen dachten. So kam es im Ort zum offenen Aufruhr, bei dem Jerg Hiß verwundet wurde.
Die Kriege Napoleons dauerten noch an, als unser Hansjerg abschie nahm von dieser bösen Welt. Verheiratet war er mit Maria Katharina Hiß. Sie war mütterlicherseits verwandt mit dem Kronenwirt Muck und dem Herrenmüller Michael Wolf. Der Eintrag im Kirchenbuch lautet "1752, den 1. Februar wurden Dienstags mit hochzeitlichem Kranz und Gepränge copuliert und eingesegnet Johann Georg Hiß, Martin Hissens nachgelassener ehelich lediger Sohn, mit Maria Katharina Hissin, Matthias Hissens nachgelassener ehelich lediger Tochter." Neun jahre hat "Meikäther" ihren Hansjerg überlebt. Sie starb am 17.Februar 1813 im Alter von 83 Jahren.
[Q:Sippenbuch Hiß von Dr.Albert Hiß, 1961, S.32/33]

oo 01.02.1752 Eichstetten Maria Katharina Hiß

Quellen: Sippenbuch Hiß
Sippenbuch Hiß
Sippenbuch Hiß

Vater:Hans Martin Hiß

Mutter:Anna Maria Weißhaar

Geschwister:Johann Jakob Hiß

Anna Maria Hiß

Kinder:Johann Martin Hiß

Johann Georg Hiß

Matthias Hiß

Georg Jakob Hiß

Anna Katharina Hiß


Erstellt mit dem Programm AHNENBLATT (www.ahnenblatt.de).