Fragmente und Einzelfunde
Neben den Hauptlinien lassen sich noch weitere, kleinere Familienzweige und Einzelpersonen finden. Von diesen sind einige sicherlich zu der ein oder anderen Familie zugehörig. Entsprechende Nachweise fehlen jedoch. Für Hinweise bin ich sehr dankbar.
Inhalt folgender Artikel:
- CALLENIUS in Bolivien
- CALLENIUS in Slaughter, Louisiana, USA
Charlotte Sophie CALLENIUS in Sievern
Abraham CALENIUS in Königsberg
- Michael CALENUS; in Stettin
- CALENIUS in Köln
- CALENIUS in Bad Langensalza
- CALLENIUS in Niederkrossen / Pößneck
Weitere nicht zuordenbare Callenius’-Vorkommen
1. Callenius in Bolivien
Alles nochmals prüfen. Ist falsch!!!
Hier habe ich viele Unsicherheiten. Es gibt nur sehr wenige und auch sich widersprechende Quellenangaben. Es ist möglicherweise ohne die Hilfe von Familienmitgliedern vor Ort nicht komplett lösbar.
Ich habe nur ein paar Anhaltspunkte und Fragmente. Aber der Reihe nach:
Bernhard Gustav Callenius
Ein (Bernhard) Gustav Callenius sei laut Passagierliste Hamburg, 1921, am 11.12.1868 in Dorum geboren. In Taufbuch von Dorum gibt es jedoch leider keinen Eintrag. Er ist Brauereibesitzer in La Paz, Bolivien. 1906 reist er von Hamburg nach Buones Aires. 1921 wieder. 1921 ist sein Beruf “Kaufmann” [Passagierliste, Hamburg, 1921] da hat er auch die Bolivianische Staatsangehörigkeit. Und 1926 wird er in der Passagierliste Hamburg als “Generaldirektor” bezeichnet. Er verheiratet sich vermutlich vor 1904 mit Salustiana VELASCO. 1904 kommt ein Sohn des Paares, Lucio Gustavo Callenius in La Paz zur Welt welcher jedoch bereits schon nach 8 Jahren, am 25.12.1912 in Hamburg stirbt. Weiter Informationen gibt es zu dieser Familie leider nicht.
(Karl) Gustav Callenius
Ein (Carlos) Gustavo Callenius, welcher lt. Passagierliste Hamburg, 1868 in Dorum geboren worden sein soll (obwohl er dort in den Kirchenbüchern nicht auftaucht), reist 1906 und 1921 von Hamburg nach Buones Aires [Passagierlisten Hamburg, 1906 & 1921] und nimmt 1921 die Bolivianische Staatsangehörigkeit an. Er sei Kaufmann [1921] Er entstammt somit der Dorumer Familie.
Gustav Callenius verheiratete sich vor 1924 mit Thea Elisabeth HOLZNAGEL welche am 23.02.1898 in Deutschland geboren sein soll.
Die Familie lebte wohl auch in Ludwigshafen am Bodensee, Deutschland wo Gustav seinen Lebensabend verbrachte. Er war im Übrigen Inhaber des Schlösschens in Ludwigshafen am Bodensee.
2. Callenius in Slaughter, Louisiana, USA
Es gibt eine Familie in Slaughter, welche vermutlich aus der Familie in Eschwege stammt.
Stammvater ist ein William (Albert) Callenius. Sein Geburtsdatum lässt sich aus der Volkszählung von 1930 ableiten. Er sei im Juli 1858 geboren. Ein anderer Hinweis auf www.ancestry.com gibt als Geburtsdatum den 04.07.1861 in Hessen an und er sei am 11.07.1930 Clinton, East Feliciana Parish, LA verstorben. [Petra Kubiak Family Tree]. Im Wählerverzeichnis von 1929 wir er als 78-jährig bezeichnet und wäre somit 1851 geboren. Also alle Daten sehr unscharf.
In Eschwege gibt es hierzu keinen Eintrag im Kirchenbuch. Überhaupt gibt es keinen wirklich passenden Eintrag in Eschwege. Am ehesten noch ein Friedrich Wilhelm Callenius, Sohn des Georg Christoph Callenius und der Anna Chrstina Fernau. Dieser wird aber am 15.01.1848 in Eschwege geboren. Diese Verbindung ist jedoch eher unwahrscheinlich.
Er stirbt am 11.07.1930 in Clinton, East Feliciana Parish, LA.
Er heiratet 1889 Hilma ENGLER, an anderen Stellen auch als Hilmer, Helmer, Irma und Hilda bezeichnet. Sie sei am 02.02.1872 in Homburg geboren und starb am 14.02.1954 in St Tammany, LA.
Sie haben 9 Kinder welche zwischen 1890 und 1912 in Louisiana geboren werden. Es leben heute noch einige Nachfahren dieser Familie mit dem Namen Callenius in den USA.
3. Charlotte Sophie CALLENIUS in Sievern
Sie wurde um um 1754 geboren (geschätzt). Das Todesdatum ist nicht bekannt. Sie könnte die Tochter des Johann Gunther Callenius sein, welcher 1776 Vogt in Sievern war.
Sie heiratet am 21.08.1779 in Debstedt den Carsten HEN(C)KEN, Halbbauer in Sievern. Auch als “Hausmann” in Sievern bezeichnet. Sie haben 5 Kinder.
4. Abraham CALENIUS in Königsberg
Seine Herkunft ist völlig unklar. Das ist die eizige Person welche so weit im Osten auftaucht.
Ein „abgedankter Soldat und Schneider“ [1709]; * um 1679?; † nach 1709 [Taufbuch Königsberg]
Er heiratet vor 1709 eine Anna Maria WIECHERT; * um 1679?; † nach 1709 [Taufbuch Königsberg]
Ein Kind, Anna Christina CALLENIUS; (* 24.01.1709 Königsberg; † …)
„Freÿdag, d. 25. Januar Nata d 24 circa 8 mat. / 1709 / Abraham Calenius ein abgedanckt. Soldat u. Schneider, mit der abgestoßenn Handt. Pr. [= Vater] / Anna Maria wiechertin mr. [= Mutter] / Anna Christina Filia. / [Paten:] H. Nauman Can(..)llist Hr. Barth. Schuel halter. H. Mohn(.) Krahmer gesell Fr. (R)olhöfelße Altes. Fr. Vasold K(….) Fr. Fritzße vid. Alteß. Jgfr Anna Christina Langen.“ [Taufbuch Königsberg]
5. Michael CALENUS; in Stettin; * um 1623?; † nach 1645
∞ vor 1645
Anna LICHETENBERG; * um 1623?; † nach 1645
Ob hier beim Nachnamen eine Schreibvariante vorliegt und mit den anderen Familien verwandt oder nicht, ist unklar. Der Nachname ist auf alle Fälle eindeutlig lesbar:

Das Kind:
Peter CALENIUS; ~ 26.04.1645 Stettin “26 Apr. [1645] H. Michael Calenus vnd Anna Lichtenberges ihren Sohn Peter t. l. c. F. M. Ericus Pelshofer, M. Daniel Kiclmannus v. h. Daniel Waßerführer Witwe.“ [Taufbuch Stettin, St. Jakobi]; † …
6. Calenius in Köln, Verlag
Im 16. Jahrhundert gibt es eine angesehene Familie Calenius, welche in Köln einen Verlag zusammen mit der Famillie Quentel betreibt.
Gerwin CALENIUS; zu Köln; Herkunft Lippstadt; * 1525; + 1560 Köln
Stimmeister, 1558 Verleger in Köln; 1579 Rat der Stadt Köln; 1600 Lizentiat der Rechte in Köln; 1579 Bürger in Köln
oo 1557
Sophia BRICKMAN; *1529; + 1589; ooI Johann QUENTEL; * ca. 1519; + 1551; Verleger in Köln; 1536 an der Kölner Universität immatrikuliert; 1546 Verleger; V: Peter QUENTEL
Kinder: 2 Söhne, 3 Töchter
Unter http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/persoenlichkeiten/Q/Seiten/FamilieQuentel.aspx findet sich folgendes, sehr interessantes Dokument:
Johann Quentel, Peters jüngerer Sohn, wurde 1536 als noch Minderjähriger gemeinsam mit seinem Bruder Peter an der Kölner Universität immatrikuliert. 1546 wurde er Nachfolger seines Vaters im Verlag, 1547 heiratete er Sophia Birckmann (1529-1589) aus der gleichnamigen Kölner Verlagsfamilie. In seinem Verlagsprogramm schloss Johann an die letzten Jahre seines Vaters an. Theologische Literatur dominierte, darunter vor allem eine Vielzahl von Schriften Georg Witzels (1501-1573), wobei besonders die Mainzer Druckerei von Franz Behem ausführendes Organ war. Diese Firma war von Witzel selbst finanziell unterstützt worden, zudem hielt er sich häufiger in Mainz auf, was Korrekturarbeiten erleichterte. Insgesamt gewannen bei den Auszeichnungsschriften die Frakturformen deutlich an Boden, die von Peter Quentel in seiner Spätzeit eingeführt worden waren. Johann Quentel starb 1551, kaum 30 Jahre alt. Nach dem plötzlichen Tode Johann Quentels heiratete seine junge Witwe Sophia einige Jahre später (1557) den Lizentiaten der Rechte Gerwin Calenius; (1525-1600). Aus der Ehe gingen zwei Söhne und drei Töchter hervor. Calenius stammte aus Lippstadt, hatte an der Universität Köln 1545 das Lizentiat der Rechte erworben und in der Stadt schnell Fuß gefasst. Am 1.7.1579 wurde er in das Bürgeraufnahmebuch eingetragen, nachdem er bereits seit circa 1560
Mitglied der Gaffel Windeck war. Calenius war ein vermögender Mann, wie der Auflistung seines Grundbesitzes zu entnehmen ist. Das beachtliche Vermögen wie die große Reputation, die er in Köln genoss, boten gute Voraussetzungen für ein Mandat im Kölner Rat, das er von 1579 bis zu seinem Tode innehatte. Von seinen zahlreichen öffentlichen Ämtern war das des Stimmmeisters das wichtigste, hatte er doch dadurch die Buchproduktion hinsichtlich der Zensurbestimmungen zu überwachen. Der Verlag firmierte ab 1558 ? als er die Leitung übernahm ? als “Erben Johann Quentels und Gerwin Calenius” und ab 1567 als “Gerwin Calenius und Erben Johann Quentells”, worin sich das neue Gewicht des Prinzipals ausdrückte. Gerwin Calenius verstand es, die Firma auf der Höhe zu halten, auf die sie Peter Quentel gebracht hatte. Er wurde zu einem der bedeutendsten und kapitalkräftigsten Kölner Verleger der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Als Vermögensverwalter seiner Frau verfügte er außerdem über deren Anteile an der Firma Birckmann. So ergab sich zeitweilig eine erhebliche Konzentration von Kapital und Einfluss in seiner Hand.
Nach dem Tode von Arnold Birckmann dem Jüngeren (1523-1574) und seiner Frau Barbara wurden deren Kinder der Obhut ihres Vormundes Calenius übergeben, der damit auch die Geschäfte der Firma Birckmann beeinflussen konnte. In großem Stil wurden Lohndrucker beschäftigt, in Köln besonders Gottfried von Kempen (gestorben nach 1598), aber auch Behem in Mainz, während die eigene Quentelsche Druckerei nicht so exzellent ausgestattet war. Über die Kölner Firma in dieser Zeit geben einige interessante Quellen Auskunft, so ein Verlagsplakat aus dem Jahre 1573 sowie ? in Köln eher eine Seltenheit – ein Rechnungsbuch, geführt von Gerwins Stiefsohn Arnold Quentel (gestorben 1621) in den Jahren 1577 bis 1586. Daraus ergibt sich, dass die gedruckten Texte überwiegend aus dem theologischen Bereich stammten. Besonders umfangreich war die Liste der Werke von Georg Witzel in deutscher und lateinischer Sprache. Das Spektrum reichte insgesamt von Texten der Kirchenväter bis zu Religiös-Erbaulichem für die breite Masse. Daneben ragten an deutschen Texten die von Julius Pflug (1499-1564), Jakob Feucht (1550-1580) und Dietenberger hervor. Ferner gab es Beziehungen zu den Jesuiten. Peter Canisius (1521-1587) besorgte dem Verlag 1560 ein kaiserliches und 1569 ein päpstliches Privileg. Von den Kölner Autoren ist noch Caspar Ulenberg (1549-1617) zu nennen, von dem mehrere Werke von Calenius verlegt wurden. Auch die große
Zeitgeschichte des Laurentius Surius (1523-1578) und ihre Fortsetzungen durch Michael von Isselt (gestorben 1597), die von Heinrich Fabritius (1575-1596), dem guten Freund des Calenius, ins Deutsche übertragen worden waren, wurden bei Quentel verlegt. Außerdem sind im Bereich der Jurisprudenz Justinus Goblers (1505-1567) Übersetzungen der Institutiones des Justinian einige Male nachweisbar. Wenig Anteil hatte offenbar das ausländische Schrifttum (Didacus de Estella (1524-1578), Luis von Granada (1504-1588). Typisch für die deutsche Produktion des Verlags war ein relativ kleiner Kreis von Autoren mit wenigen Werken in teilweise zahlreichen Auflagen. Calenius setzte sein Vertrauen offensichtlich auf einige “Renner”, die eine ziemlich sichere Kalkulation ermöglichten. Neben der Tätigkeit als Verleger und Drucker erwies er sich als erfolgreicher Buchhändler, wobei er auch Drucke anderer Offizinen, besonders aus Antwerpen, Paris und Lyon anbot. Vor allem mit Christoph Plantin (1520-1589) und Martin Nutius (gestorben 1608) in Antwerpen und Michel Sonnius (gestorben circa 1588) in Paris unterhielt er enge Geschäftsbeziehungen, ebenfalls mit Georg Willer (1564-1591) in Augsburg. Sein Nachfolger als Verleger wurde 1595 sein Stiefsohn Arnold Quentel, der schon 1570 von Calenius mit der Führung der Druckerei beauftragt worden war.
Kinder (2 Söhne, 3 Töchter):
1. Gerwin; * …; + 1620 Köln; {–> eod.}
ooI … NN.
ooII … NN.
Kinder 1. Ehe:
1. Gertraud; * …; + …; oo … Johann OECKHOVEN, Ratsherr und Bürgermeister von Köln; + vor
2. Sophia; * …; + …
Kinder 2. Ehe:
3. Anna; * …; + …; oo Franziskus Fabri; Lic. jur.; kurkölnischer Hofrat
7. CALENIUS in Bad Langensalza
Im Taufbuch von Bad Langensalza taucht ein “Wilhelm Sibmund Calenius” auf. Dort wird am 21.01.1727 in der St. Stephan Kirche sein Sohn Georg getauft.
Ob hier beim Nachnamen eine Schreibvariante vorliegt und mit den anderen Familien verwandt oder nicht, ist unklar. Der Nachname ist einigermaßen deutlich lesbar:
8. CALLENIUS in Niederkrossen / Pößneck
Im Pößnecker Ehebuch tauchen 1707 zwei Geschwister auf, welche sich in Pößneck mit dortigen Bürgern verehelichen. Friedrich Wilhelm und Anna Barbara Callenius.
Der Vater der beiden sei Matthias Callenius, der verstorbene Pfarrer von Niederkorssen gewesen.
9. Weitere nicht zuordenbare Callenius’-Vorkommen
Bei einigen der folgenden Personen (alphabetisch nach Vornamen sortiert) ist aufgrund deren Herkunft ztiemlich klar, zu welcher bereits genannten Familien sie gehören. Eiune eindeutige und genaue Zuordning ist jedoch momentan nicht möglich.
- Anna Wilhelmine CALLENIUS; * um 1754?;; ∞ Leopold von der SCHTER; Kind: Carl Ehrinreich; ~ 15.03.1784 Halberstadt & Riesenburg, Sachsen
- D(…) CALLENIUS, in V(excamitz?); * …; † …; 1835 Pate bei Callenius
- Dorothea CALLENIUS; ∞ 24.10.1698 Hedstett; Caspar OTTE “ [EB Polleben, 1698]
- Dorothea CALLENIUS, verh. RENNER [möglicherweise identisch mit Apothekerin Dorothea C. in Bremerhaven?]; * 22.12.1918; † 23.03.2012; ∞ …; Dr. Rudolph RENNER; * 27.06.1909; † 22.01.1991 Dorum [alle Daten: Find a Grave]
- Dorothea CALLENIUS, 1949 Apothekerin, wohnhaft in Hafenstraße 192, Bremerhaven [Adressbuch Bremerhaven, 1949/50]
- Erich CALLENIUS, 1955 Eisenbahnarbeiter, wohnhaft in Elmshorner Str. 24, Bremen [Adressbuch Bremen, 1955]
- Franziska CALLENIUS; * …; † …; 1839 Patin bei Callenius
- Helmut Edmund CALENIUS; 02.01.1906 in Kassel
- Johannes CALENIUS, Dr.; 1627-35 in Darmstadt; 1627 Hofgerichtsassessor in Darmstadt; ab 1636 Hofgerichtsrat in Darmstadt; 1635 Wappen vorhanden, „1635 August 15/25: Johannes Calenius, geh. zu VST., Kf u. R. , mit Wappenzeichnung“; „Entlassung des landgräflichen Rates Dr. Johannes Calenius wegen Mangels an Verschwiegenheit, insbesondere Beschlagnahme seines Hausrates“, Marburg, 1635-1637 ; Dieser Johannes is möglicherweise identisch mit M. Johannes Callenius (1584 – 1658)
Kinder: NN., totgeb. Kind; □ 13.12.1632 Marburg - Mag. CALLENIUS; 1905: ledig; * 1883 (err.); † …; vorher wohnhaft in Mühlhausen; reist 11.11.1905 mit dem Schiff in die USA ex Hamburg [Passagierliste Hamburg, 1905]
- Michael CALENIUS; ; * …; † 29.01.1686 Berlin; □ 31.01.1686 Berlin-Kurfürstendamm; ∞ 19.02.1680 Berlin; Sara SCHMELTIN
- Robert CALENIUS; Landwirt in Niederzimmern b. Weimar; * 27.10.1861 Nöda b. Großrudestedt; † 29.11.1929 Weimar, 68J.; ∞ …; Ida Klara Militta LIPPE, in Niederzimmern