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Alte Schriften lesen: Ich selbst habe mir das autodidaktisch angeeignet. Autodidaktisch heißt in diesem Falle durch das Tun selbst. Damals wie heute gibt es Menschen, welche schöner und welche weniger schön schreiben. Und es gibt Schriften welche gut zu lesen sind und welche nur mit Mühe zu entziffern sind. Darüber hinaus gibt es Quellen, welche besser und welche weniger gut erhalten sind. Ein schulbuchhaftes Erlernen „der“ alten Schrift ist meiner Meinung nach nicht möglich, da es „die“ alte Schrift nicht gibt. Je nach Eppoche gibt es unterschiedliche Stilrichtungen. Ein paar Beispiele aus verschiedenen Epochen habe ich einmal mitgebracht:

1930
1904
1877
1828
1751
1709
1650
1565
1483
1485
1481

1930 (aus dem Ehebuch Großheppach):

marriage record Großheppach, 1930

1.
Schmid,
Eugen Friedrich,
Maria Margretha
g[eborene] Ehman[n]
Mezger
hier
ev.
Näherin,
hier,
ev.
Karl Friedr. Schmid, Wittwer
    hier.
Christiane Frieder., g[eborene]. Schwägler
Johannes Ehmann, Stein-
    hauermeister, hier
Paulina, g[eborene]. Häcker,
led.


led.

1904 (aus dem Ehebuch Großheppach):

mariage record Großheppach, 1903

2.  Karl
Ludwig
Sigle

Sophie
Magdalena
Klopfer
 
Wgtr.
hier
evang.

Jungfrau
hier
evang.
 
Johannes Sigle,
    Bürger u[nd]. Wgtr [=Weingärtner
= wine maker],
    auch Kirchenpfleger,
Friederike gb. Durst
      II, 827 [=
reference to family register]
Johann Melchior
    Klopfer, Wgtr,
Katherine Friederike
    geb. Daiber
     I, 481.  [=
refence to family register]
 

1877 (aus dem Ehebuch Großheppach):

marriage record Großheppach, 1877

Gottlieb
Ellwanger

Dorothea
Plazz.
 
B[ürger]. u.
Schuhmacher
hier,
ev[angelisch].

ev[angelisch].
 
+ Gottlieb Ellwanger, Wgt.
    Anna Maria g[eborene]. Würtele
                           I. 278
   Georg Michael Plazz, bauer
          in Birkenweißbuch
   Anna Maria g[eborene] Wolf.
 

1828 (aus dem Ehebuch Großheppach):

mariage record Großheppach, 1828

Georg Matthi-
as Schanbacher.
   mit
Margaretha
   geb[orene].
Reichert.
 
B[ürger]. u. W[eingärtner].
allh. 
Johann Georg Schanbacher, B[ürger]. u. B[auer].
                                           allh
An[n]a Barbara g[eborene]. Frankin.

Bernhard Reichert, B[ürger]. u. W[eingärtner]. in
                                            Beutelspach.
Friederike g. Koch.
 

1751 (aus dem Ehebuch Großheppach):

marriage record Großheppacgh, 1751

d[en]. 30. Aug[ust]:
/4
 
Jacob Siegle, Burger und Schumacher
alhier, Wittwer, mit Anna Catha=
rina, Johannes Baurens, Burgers
und Weing[ärtner]. alh[ier]. ehel[iche]. u[nd]. ledige Tochter
 

1709 (aus dem Totenbuch Großheppach):

burial record Großheppach, 1709

d[en] 12. Marty ward ein Elender Tropff begraben, Namens Albrecht Weller, Rudlolph Wellers gewesenen burger allhie hinterlaßner Ehl: Sohn, atat: gegen 42 Jahr, hat Sich das letzte Jahr bey seiner Schwester, Hanß Jerg behen weib auffgehalten, ist also von derselbigen liderley tractiert worden.

1650 (aus dem Ehebuch Großheppach):

marriage record Großheppach, 1650

Den 19. Febr[uar].  Seind offentlich eingesegnet worden, der Erbar Jung Gesell, Hanß Halb von Beüttelspach, vnd Anna Vrsula, Löfflerin. 

1565 (aus dem Ehebuch Großheppach):

marriage record Großheppach, 1565

Jtem den 3 Nouembris ein Ehe
vsgeruff[en] Ciliac Rebman, Margre=
tha Caspars Schmid[en] verlasne
Witfrau beede vo[n] Grossen Hep
pach anno [15]65

1483 (aus dem Lagerbuch Großheppach):

tax record, stock book Großheppach, 1485

Hanns Löffler Schuldthaiß,
Zins[t] außer Ain morgen wisen
Jnn Wagwisen Zwischen Caspar
Treybern Vnd Hanns Schert=
lin Allt gelegen, Oben An
Vz Vayhinger, Vnnd vnden
vf den weg Stossende
Fünfzehen Schilling

 

1485 (aus dem Lagerbuch Großheppach):

tax record, stock book Großhepach, 1485

Vo[n] Zinß vnd gilt der pfar[r] zü grossen=
Heckbach erneüwert vor aine[n] gantzen
gericht in dem Jar alß ma[n] zalt nach
crist geburt M iiii
c lxxxv [1485]

1481 (aus dem Lagerbuch Großheppach):

tax record, stock book Großheppach, 1481

Jtem der Jung lang Hensin git all Jar
vß He[r]vß ai[ne] Halben morgen
wingartz, gena[n]t der pfad ist an
stösser oben an walther meßners
wingart vnd darneben Hanß bon-
holtz winga[r]t git Conlin wernher

 

Da die Menschen früher mehr oder weniger so geschrieben haben, wie sie es hörten bzw. wie sie es erlernten, sind oft dialektische Einflüsse zu finden. Es hilft daher, wenn man mit dem jeweiligen Dialekt vertraut ist.

Oftmals werden Abkürzungen verwendet. Diese autodidaktisch zu erlernen ist machmal schwierig oder unmöglich. Hier sei explizit das Standardwerk „Taschenbuch für Familiengeschichtsforschung“, so wie das kleine, jedoch extrem effiziente Werk von Jörg Heinrich und Martin Klöpfer über "Abkürzungen und Schriftbesonderheiten ..." genannt. Den entsprechenden Verweis findet Ihr bei den Literaturhinweisen.